Facebooks Like-Button blocken

In: Internet

6

Jun

2010

Facebooks Like- bzw. „Gefällt-mir“-Button, welcher sich mit rasender Geschwindigkeit im Internet verbreitet und auf immer mehr Webseiten zu finden ist, ist durchaus kritisch zu betrachten. Klickt man auf den Like-Button, wird eine Statusnachricht auf Facebook erstellt, mit der man seine Freunde auf die jeweilige Internetseite hinweisen kann. Für Webseiten-Betreiber hat das den Vorteil, dass sich eigene Beiträge schneller verbreiten und dass man die Popularität leicht messen kann.

Like-Button

„Ist mir egal“, wird sich mancher denken, „ich muss das Feature ja nicht nutzen“. Falsch gedacht, denn durch den eingebauten IFrame wird immer eine Verbindung zu Facebook aufgebaut – ob man dort registriert ist oder nicht spielt keine Rolle. Allerdings kann Facebook die Daten natürlich nur mit einem Profil verknüpfen, wenn man sich nicht ausgeloggt (Update, 27.09.2011: Ausloggen reicht offenbar nicht aus) und die Cookies nicht gelöscht hat. Dennoch kann Facebook so das Surfverhalten von Millionen von Menschen nachvollziehen. Mehr Informationen hierzu findet ihr auf folgenden Seiten:

Frame mit Adblock Plus blocken (Firefox)

Am einfachsten lässt sich der Button mit der Firefox-Erweiterung Adblock Plus blockieren, welche das Laden des IFrames verhindert. Dazu muss man in den Adblock-Einstellungen auf „Filter hinzufügen…“ klicken und folgendes eintragen:

|http://www.facebook.com/plugins/like.php?*

Update, 7. Okt. 2011: Die SocialMediaBlock-Filterliste für Adblock Plus blockt die Buttons aller bekannten Social-Media-Plattformen (darunter Facebook, Twitter, Google+), sowie diverse Share-Buttons.

Verbindungen zu Facebook umleiten (Linux, Windows, Mac)

Die radikale Variante ist das vollständige Blockieren der Domain facebook.com, was man natürlich nur tun sollte, wenn man Facebook nicht verwenden möchte. Dazu werden alle Verbindungen zu Facebook.com nach 127.0.0.1 (localhost; der eigene Computer) umgeleitet. Die entsprechende Konfigurationsdatei „hosts“ befindet sich unter Windows im Verzeichnis „%SystemRoot%\system32\drivers\etc\“, unter Linux in /etc/ und bei Mac OS X in /private/etc/. Dort muss folgendes eingetragen werden:

127.0.0.1 www.facebook.com

Proxy BFilter verwenden (Linux, Windows, Mac)

Der Proxy BFilter blockt nicht nur unerwünschte Werbung, sondern kann mit einem eigene Filter auch den Like-Button blockieren. Auf die Installation und Konfiguration möchte ich hier aber nicht weiter eingehen (eine gute Anleitung für Ubuntu Linux findet man im Wiki von ubuntuusers.de).

Einstellungen überprüfen

Unter Linux lässt sich mit folgendem Befehl im Terminal überprüfen, ob beim Ansurfen einer Internetseite mit dem Like-Button eine Verbindung zu Facebook aufgebaut wird:

tcpdump -i eth0 | grep facebook

Das Interface eth0 muss evtl. angepasst werden (etwa wlan0). Hat alles funktioniert, bekommt ihr nichts zu sehen.

(Danke Vain, savalas und frankhe für eure Tipps im Forum von ubuntuusers.de)

PS: Wer weiß, wie man den Button bei anderen Browsern blockt?

addthis
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17 Kommentare zu Facebooks Like-Button blocken

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Aus der virtuellen Nachbarschaft [7] | HFs Jotter

19. Juni 2010 um 13:48

[…] Facebook kann das Surfverhalten von Millionen von Menschen nachvollziehen. Wie man daran etwas ändern kann, beschreibt 321tux.de. […]

Facebooks neuer „Like-Button“ | ichimnetz.de

23. Juni 2010 um 09:44

[…] 321tux.de: Facebooks Like-Button blocken […]

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adblock

16. September 2010 um 23:48

danke für den adblockfilter! war schon länger auf der suche nach einer möglichkeit diesen button zu blocken..

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Gefällt mir … nicht ? « Serena Fate's world

25. September 2010 um 13:02

[…] zum Thema „Facebook blocken“: Facebooks Like-Button blocken (via […]

Facebook Like blocken und neue Photofunktionen - ITrig

21. Oktober 2010 um 11:27

[…] Ein findiger Entwickler hat für Google Chrome ein Addon entwickelt, das die Facebook "Like Buttons" blockt. Diese stehen etwas im Verruf, Daten der Nutzer zu sammeln. Die Extension "Facebook Disconnect" soll die Überwachung seitens Facebook unterbinden. Leider ist sie momentan nur für Google Chrome vorhanden. Für Firefox Nutzer gibt es nur die Alternative über Adblock Plus. […]

Like-Buttons bekämpfen | aufgebauscht

23. Januar 2011 um 16:46

[…] wenn man zu denen gehört, die sie nervig finden und AdBlock Plus benutzen, kann man sie ganz einfach entfernen, indem man bei Adblock eine neue Regel |http://www.facebook.com/plugins/like.php?* […]

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Robert

5. Februar 2011 um 10:09

Hi,

ich finde diesen „Gefällt mir Button “ Blocker wirlkich nötig. Denn vor kurzem erst, habe ich gelesen, dass Facebook unsere Surfspuren verfolgen kann wenn auf verschiedenen Seiten dieser Button vorhanden ist. Natürlich ist es dazu notwendig eingelogt zu sein, aber wer beim Log in ein häckchen bei „Eingelogt Bleiben “ gesetzt hat, der hindert Facebook auch nicht mehr daran Seine Chronik mit zu verfolgen.

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Janek

5. Februar 2011 um 11:50

@Robert: bloß denken leider nur die wenigsten Menschen so weit. Und nicht jeder ist so technisch versiert.

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Hans

9. Februar 2011 um 16:47

Ich wäre vor allem als Seitenbetreiber vorsichtig. Der Knopf ist sogar rechtlich fragwürdig und es kam schon zu Abmahnungen. Ich habe den „Gefällt mir“-Button auf meinen Seiten allsamt wieder entfernt. Er wird wirklich nicht wirklich gebraucht.

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Martin Heinze

18. Februar 2011 um 10:44

@Hans: Ich habe ihn in der Zwischenzeit entfernt. Da gibt es soviel darüber in den Medien: mit Facebook und Datenschutz usw. Mir ist das alles zu unsicher geworden und lasse es lieber sein. Raus das Ding!

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Sabine

1. März 2011 um 09:20

Auch ich halten den Button für gefährlich. Wenn man eingeloggt bleibt, kann doch Facebook alles mitverfolgen, oder nicht? Auch Google mit ihrer Toolbar wissen doch schon alles. Man wird (leider) immer mehr und mehr zum gläsernen Menschen im Internet…

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Janek

1. März 2011 um 22:17

Zitat Sabine :

Wenn man eingeloggt bleibt, kann doch Facebook alles mitverfolgen, oder nicht? Auch Google mit ihrer Toolbar wissen doch schon alles.

Grundsätzlich hast du natürlich Recht, Sabine. Aber da du dir der Problematik bewusst bist, kannst du dich schützen – sprich: Like-Button blocken und sämtliche Toolbars deinstallieren. Zum Schutz der Privatsphäre im Internet kann ich darüber hinaus noch die Verwendung der Firefox-Erweiterungen NoScript, CookieSafe (o.ä.), BetterPrivacy, evtl. RefControl und OptimizeGoogle empfehlen. Mehr dazu findest du in dem Artikel Meine Lieblings-Firefox-Erweiterungen.

Man wird (leider) immer mehr und mehr zum gläsernen Menschen im Internet…

…wenn man keine Maßnahmen ergreift und ständig und überall seine Daten preisgibt.

Netz-affine Menschen sind in der Lage, die Risiken einzudämmen, aber für den Großteil der Internetnutzer stimmt deine Aussage wohl.

Aber nicht nur im Internet werden immer mehr Benutzerdaten gesammelt. Ich möchte nur mal auf Payback und Konsorten hinweisen…

Gruß Janek

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Heike

14. März 2011 um 10:00

@Janek: Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist doch heute leider überlich, dass Firmen Daten sammeln: Paypack, Gewinnspiele usw.
Jeder will unsere Daten haben. Es ist leider so, dass man mit guten Adressdaten sehr sehr viel Geld verdienen kann. Solange das so ist, sind viele Firmen scharf auf Adressen – leider auch viele Schwarze Schafe.

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S

3. April 2011 um 12:12

Damit das ganze vollständig funktioniert sollte man bei AdBlock auch noch das hier eintragen. Denn viele Webseiten binden den like Button per https ein.

|https://www.facebook.com/plugins/like.php?*

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Ich mag dich, ich mag dich nicht…. « laclaro

12. Juli 2011 um 08:52

[…] im Firefox, die Zeile „|http://www.facebook.com/plugins/like.php?*“ ein. Hier steht das auch […]

Felix - Willkommen in der Welt eines Jungen Piraten » Facebook “gefällt mir” Button ganz böse?

23. August 2011 um 17:38

[…] kann den Button von selbst auf allen Seiten deaktivieren und ausblenden. Flugs gegoogelt, springt beispielsweise diese Anleitung dabei heraus.Ich werde den Facebook “gefällt mir” Button jedenfalls NICHT – […]

Der “Like-Button” und der Datenschutz | Recht und Netz

8. September 2011 um 15:16

[…] Der Like-Button ist eine solche Seite, was für den Nutzer aber nicht erkennbar ist. Was aussieht wie ein Bild oder schlichter Link ist in Wirklichkeit eine “Seite in der Seite”, ein sogenannter Inline-Frame. Wie Sie sich dagegen schützen können, erfahren Sie bei 321tux.de. […]

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